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DEUTSCH Biographien Begriffe
 
 

Komposition:

Gliederung u. Aufbau der Geschichte

Auftritt:

neue Figur erscheint auf der Bühne oder geht ab

Szene:

mehr oder minder geschlossene Struktur als Gliederungselement (oft neue Figuren, Handlung, Ort ...)

Akt:

geschlossener, klar abgesetzter Hauptabschnitt des Dramas, Strukturierung des Handlungs- und Geschehensablaufes

1. offene u. 2. verdeckte Handlung:

1. Gezeigte Handlung im Drama
2. Mittel der Konzentration und Raffung

Exposition, Botenbericht (narrative Vermittlung)

geschlossene Form der Handlung:

  • Einheit v. Ort, Zeit u. Handlung; Einstrangigkeit, knappe Zeitspanne, geringe Nebenhandlung
  • Zielstrebigkeit, ausgerichtete Bewegung der Handlung und des Geschehens (linear, kausal, folgerichtig)
  • klarer Anfang, eindeutige Lösung
  • Unselbständigkeit der Teile
  • wenige Figuren
  • einheitliche Sprache, hoher Stil, Vers, Pathos
  • ausgewogene Komposition

offene Form der Handlung:

  • Vielfalt von Ort, Zeit u. Handlung; mehrere Handlungsstränge, weite Zeiträume, Vielzahl von Räumen, oft mit wechselnden Figuren
  • Aufbrechen linearer Handlungs- und Geschehensabläufe; Koordination durch "Leitmotive"
  • häufig kein klarer Anfang und endgültiger Schluss, unvermittelbares Einsetzen u. Abbrechen der Handlung, Fortsetzung möglich
  • hohe Autonomie einzelner Teile
  • unterschiedliche Sprachebenen
  • offene Komposition: Hauptfigur hat keinen gleichwertigen Gegner; Komposition geht vom Einzelteil, der Szene,
    aus ð Unausgewogenheit

Figurendarstellung

Figurenkonstellation:

Position und Funktion im Beziehungsgeflecht, Beziehungsentwicklung; Anzahl
Position und Funktion:
dominierende Funktionen u. Figuren; Kontrastfiguren
Figurenkonzeption:
Grad der Individualisierung, äußeres Verhalten, innere Haltung, Bewusstseinsgrad, charakterliche Merkmale u. Entwicklungsfähigkeit der Figuren
Gestaltung der Zeit:

Spielzeit = Dauer der Aufführung ohne Pausen
fiktiv gespielte Zeit

Monolog: (dramatisch)

geschlossene Einzelrede längeren Umfangs, die nicht an einen Adressaten auf der Bühne gerichtet ist

  1. Affekt~
  2. Reflexions~
  3. Konflikt~
  4. Entschluss~
  5. Expositions~
  6. Brücken~
  7. retardierender ~
  8. Abgesang~
  9. epischer ~
  10. Auftritts~
Möglichkeit, Gefühle1), Gedanken2),
seelische Konflikte3) u. Entschlüsse4)
zum Ausdruck zu bringen o. Selbstcharakteristik

Informationen über Geschehenes5), Verbindung von Auftritten6),
Vorbereitung von Handlungen10), Verzögerung7),
Zusammenfassung8), Rolle des Erzählers übernehmend9)

"Beiseitesprechen":

ähnlich Monolog; Redner richtet sich an Zuhörer

Dialog:

Zwiegespräch, Mehrgespräch

Stychomythie: schneller Wechsel (Rede u. Antwort folgen Zeile auf Zeile)

unterschiedliche Replikenlänge erzeugt Spannung o. Abstand (Konsensdialog, Enthüllungsdialog, Figuren reden aneinander vorbei)
monologhafter Dialog
dialoghafter Monolog (Anrede in 2. Pers. An Gottheit o. Publikum)

Funktionen dramatischer Sprache:

Bericht( Darstellung auf Bühne wäre nicht sinnvoll)

expressive Funktion:
bei emotionaler Ergriffenheit, Affektmonolog o. Entscheidungsringen o.ä.:
Ellipsen, Parataxe, Satzbrüche, Ausrufe ...

appellative Funktion:
Beeinflussung u. Überredung des Gesprächspartners: Anreden,
Bitten, Befehle, Argumentationsketten, rhetorische Fragen ...

patische Funktion:
("Herstellung u. Intensivierung des Partnerbezugs im Dialog")
Sprache hilft beim Heraustreten aus Isolation, Kontaktherstellung u. -fortsetzung: Anrede, Eingehen auf Partneräußerung, positive Bewertung o. Provokation

poetische Funktion:
verweist auf Autor u. dessen Absichten: Wechsel in syntaktischer Struktur, Bildhaftigkeit, metrische Gebundenheit der Sprache, Klang, Rhythmus

Raumgestaltung / Raumfunktion:

Verhältnis von fiktivem zum realem Raum

Raum = Bereich, in dem sich die Handlung realisiert
Ortswechsel gliedert Handlungsablauf (kompositorische Funktion)
Intensivierung der Ereignisse als Stimmungsträger

 
  Fragen und Anregungen an Andy Bartsch info@pub.ab-one.de