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Die Keuner Geschichten

Die Keuner-Geschichten Berthold Brechts (eigentlich "Geschichten vom Herrn Keuner") sind zwischen 1930 und 1956 entstanden:
Herr Keuner ist die schwäbische Version der Herrn "Keiner", der wiederum ein "Verwandter" der sagenhaften "Niemand" in der Polyphem-Geschichte von Homers "Odyssee" ist:
Hier wie bei Brecht ist der Name Schutzmaske gegenüber den Mächtigen, denen Herr Keuner begegnet:
In anekdotischer Pointierung, oft auch in satirischer, ja sarkastischer Zuspitzung erzählt Herr Keuner (oder Herr K.) parabelhafte Beispielgeschichten, die meist in sozialer und politischer Thematik das Verhältnis von Mensch und Welt mit dem ziel notwendiger Veränderungen beschreiben:
Mehr oder weniger direkt ruft Brecht in raffiniert stilisierter "volkstümlicher" oder auch "naiver" Sprache zur tatkräftigen Veränderung der Welt auf, wobei ihn sehr stark dir Humanitätsvorstellungen des jungen Karl Marx (1818 - 1883) leiten.

 
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