KUNST
KUNST Epochen der Kunst Bildanalyse Theorie
 
 

Der goldene Schnitt

Manche Proportionen - ob in der Natur oder im Leben - werden von vielen Menschen als schön empfunden. Andere wiederum stören das Schönheitsempfinden. Seit alters her wurd die harmonische Teilung von Strecken als goldener Schnitt bezeichnet. Besonders in der Antike, Renaissance und Klassik wurde der goldene Schnitt künstlerisch umgesetzt. So findet man diese Teilung z.B. an der Säulenhalle von Pergamon, bei römischen Triumpfbogen und auch am Leipziger Rathaus wieder. Leonardo da Vinci und Albrecht Dürer übertrugen den goldenen Schnitt meisterhaft auf die Darstellung des menschlichen Körpers.

Der goldene Schnitt ist der Inbegriff der proportionalen Ordnung. Er wurde um 300 v.Chr. von Euklid mathematisch-geometrisch formuliert und 1494 von Luca Pacioli (wieder)entdeckt.

Der goldene Schnitt findet Anwendung in der Architektur, um die harmonische Proportion einzelner Bauglieder zu bestimmen, z.B. die Fassade des Kolosseums, sowie der Grund- und Aufriss der alten Petersbasilika in Rom.

In der bildenden Kunst nutzt man den goldenen Schnitt zur Aufteilung und Gliederung von Flächen, sowie zur Bestimmung von Abständen (harmonisches Verhältnis der Proportionen in der Komposition von Malerei, Graphik, Bildhauerei)
Der goldene Schnitt erleichtert die Suche nach geeigneten Blickpunkten im Bild.

Der goldene Schnitt teilt eine Strecke in 2 ungleiche Teile, von denen sich der kleinere zum größeren verhält, wie der größere zum Ganzen.

Die bekanntesten Maßverhältnisse sind:

  • 3:5
  • 5:8
  • 8:13
  • 13:21 usw.

Die Konstruktion des goldenen Schnittes erhält man durch die Teilung einer Strecke, die rechnerische Ermittlung über die Gleichung M=m+m*0,6
(Streckenlänge *0,6).

 
  Fragen und Anregungen an Andy Bartsch info@pub.ab-one.de