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Sozialisation und soziales Verhalten von Jugendlichen

Sozialisationsbegriff
 

  • Prozess der Entwicklung eines Individuums
  • das Individuum nimmt geltende Normen an
  • das Individuum eignet sich Fähigkeiten und Fertigkeiten an, die den Erwartungen z.B. der Gruppen entsprechen
  • das Individuum eignet sich Werte und Überzeugungen an, die der Kultur z.B. der Gruppe entsprechen

 

soziale Werte


 
    allg.: drücken Orientierungen Wünsche, Geschätztes (im moralistischem Sinn) aus
    Grundwerte
    einer Gesellschaft

    gesellschaftliche
    Werte

    Bsp.:

    • individuelle Werte
    • ökologische Werte


 

Sozialisationsinstanzen


 

primär: Familie
sekundär: Schule, Betrieb,  (Beruf)
tertiär: Bund, Länder, Gemeinden

Schülerrolle
 
  • Angehöriger des sozialen Systems Schule (Sozialisationsinstanz)
  • Zwangsmitgliedschaft (Schulpflicht)
  • Fremdbestimmung
  • Erwartungsgebundenheit
  • Adressatenrolle des Schülers (Unmündigkeit innerhalb der Schule)

  neue Schülerrolle des 21. Jh.
 
    Zwangsmitgliedschaft => freie Mitgliedschaft
    Fremdbestimmung => Selbstbestimmung
    Unmündigkeit => Eigenverantwortlichkeit
    passive Rolle => aktive Rolle

  Lehrerrolle
 
  • Sozialfunktion (Begutachter, Vermittler)
  • Vorbereitungsfunktion (Vorbereitung auf das Leben)
  • Übertragungsfunktion (einheitliche Maßstäbe)
  • Selektionsfunktion

  neue Lehrerrolle des 21. Jh.
 
    Begutachter => Moderator
    Wissensvermittlung => Erziehung
    aktive Rolle => passive Rolle


 

Was sind soziale Normen?

Normen sind Verhaltensstandards, deren Einhaltung über Sanktionen (Bestrafung) erzwungen werden kann. So unterscheiden wir u.a. zwischen Rechtsnormen und Sittennormen.

Rechtsnormen sind soziale Normen, die vom Staat kraft seiner alleinigen Sanktionsgewalt geschützt werden. Ihre Einhaltung ist für jeden Bürger verbindlich. Hinter ihnen steht das Gewaltmonopol des Staates.

Wozu brauchen wir diese?

Über sie wird das Zusammenleben in der Gesellschaft reguliert. Die Verinnerlichung sozialer Normen nimmt deshalb einen besonderen Platz in der Sozialisation ein.

Wer garantiert ihre Einhaltung?

Über die Einhaltung von Sittennormen wacht die öffentliche Meinung. Ihre Verletzung ist nicht Gegenstand polizeilicher Verfolgung und juristischer Ahndung.

Wer garantiert die Einhaltung sozialer Normen?

Nur Vertreter staatlicher Institutionen dürfen zur Durchsetzung sozialer Normen Gewalt einsetzen. Ihr gewaltsamer Eingriff ist nur dann legitim, wenn er sich auf bestehende Gesetze gründet. In der Gegenwart lässt sich jedoch immer häufiger beobachten, dass die Kontrolle sozialer Normen als Job betrachtet wird, den bezahlte Leute und Unternehmen auszuführen haben.

 

 
  Fragen und Anregungen an Andy Bartsch info@pub.ab-one.de