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Etappen auf dem Weg zur Wirtschafts- und Währungsunion

erste Stufe
Beginn: 1. Juli 1990

In der ersten Stufe verpflichten sich die Mitgliedstaaten, "Konvergenzprogramme" zur Annäherung und Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit vorzulegen und so feste Wechselkurse zwischen ihren Währungen zu ermöglichen

zweite Stufe
Beginn: 1. Januar 1994

Die zweite Stufe ziehlt in erster Linie auf eine weitgehende Konvergenz der Wirtschaftspolitiken der Mitgliedstaaten ab. Das Europäische Währungsinstitut EWI mit Sitz in Frankfurt hat die Aufgabe, die Koordinierung der Geldpolitiken zu gewährleisten, die Verwendung des EURO zu fördern und die Errichtung der Europäischen Zentralbank EZB vorzunehmen.

dritte Stufe
Beginn frühestens am 1. Januar 1997

In der dritten Stufe erstellen die Finanzminister der 15 Mitgliedstaaten ein Verzeichnis der teilnehmenden Mitgliedstaaten.
Am 1. Januar 1999 werden die Wechselkurse der beteiligten Mitgliedstaaten unwiderruflich festgelegt. Die Verwaltung der Währungspolitik der Mitgliedstaaten übernimmt die EZB als regierungsunabhängige Organisation.

Für den Übergang zur dritten Stufe wurden folgende Kriterien festgelegt:

Preisstabilität:

Die Inflationsrate darf nicht mehr als 1,5 Prozentpunkte über dem Mittelwert der drei Mitgliedstaaten mit der geringsten Inflation liegen.

Zinssätze:

Der durchschnittliche langfristige Nominalzinssatz darf um nicht mehr als 2 Prozentpunkte über dem entsprechendem Satz in den drei Mitgliedstaaten mit den niedrigsten Zinssätzen liegen.

Haushaltsdefizite:

Die nationalen Haushaltsdefizite dürfen 3 Prozent des Bruttosozialprodukts BSP nicht übersteigen.

Verschuldung:

Die öffentliche Verschuldung dar 60 Prozent des Bruttosozialprodukts BSP nur übersteigen, wenn die entsprechende Entwicklung rückläufig ist.

EG-Vertrag von Maastricht
vom 1. Januar 1995
Artikel 109 j (Konvergenzkriterien;
Eintritt in die dritte Stufe)

Währungsstabilität:

Ein Mitgliedsstaat darf seine Währung in den zwei Jahren vor der Überprüfung der Kriterien nicht abgewertet und die vom Europäischen Währungssystem EWS vorgesehene Bandbreite von 2,25 Prozent nicht überschritten haben.


Einführung einer einheitlichen Währung - zeitlicher Ablauf

PHASE A

Ingangsetzen der WWU

PHASE B

Tatsächlicher Beginn der WWU

PHASE C

Endgültige Umstellung auf die EURO-Währung

Beginn der Phase:
Anfang 1998

  • Verzeichnis der teilnehmenden Mitgliedstaaten
  • Errichtung der ESZB und der EZB

während der Phase:

Intensivierung der Vorbereitung und Umsetzung der Maßnahmen, die soweit wie möglich vorher beschlossen wurden:

  • Herstellung der Banknoten und Münzen
  • Verabschiedung eines vollständigen rechtlichen Rahmens
  • Einrichtung nationaler Koordinierungsstellen
  • Aufstellung von Umstellungsplänen des Banken- und Finanzsektors

 

Beginn der Phase:
1. Januar 1999

  • Festlegung der Umrechnungskurse
  • EURO wird zu einer eigenständigen Währung
  • EZB verfolgt eine einheitliche Geld- und Wechselkurspolitik in EURO
  • Interbanken-, Geld-, Kapital- und Devisenmärkte in EURO
  • Neuemissionen der öffentlichen Hand in EURO
  • Interbanken-Zahlungssysteme in EURO

während der Phase:

  • Banken und Finanzinstitute setzen die Umstellung fort
  • Unternehmen und öffentliche Verwaltungen setzen die Umstellung nach belieben fort

 

Beginn der Phase:
1. Januar 2002

  • Einführung von EURO-Banknoten und Münzen
  • Banken haben die Umstellung abgeschlossen
  • ausschließliche Verwendung des EURO
  • Einzug von Noten und Münzen in nationaler Währung
  • komplette Umstellung des öffentlichen und des privaten Sektors auf EURO

 

höchstens 1 Jahr 3 Jahre höchstens 6 Monate

 

 
  Fragen und Anregungen an Andy Bartsch info@pub.ab-one.de