Poltik
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Zeittafel der europäischen Integration

1952
Vertrag zur Montanunion (EGKS), auch Pariser Vertrag genannt; Deutschland, Frankreich, Großbritannien, BENELUX-Staaten
1954
Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) als Versuch zur politisch-militärischen Integration scheitert an der Ablehnung durch die französische Nationalversammlung
1957/58
Römische Verträge: Gründung der EWG (Zollunion, Vergemeinschaftung der Agrarpolitik); Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM)
1959
Gründung der EFTA (European Free Trade Association): CH, A, P, GB, DK, N und S vereinbaren Abbau der Handelsschranken, keine übergreifenden wirtschaftspolitischen Ziele
1965
Fusion der Exekutiven der drei Gemeinschaften EWG, EGKS, und EURATOM zur EG
1966
Der "Luxemburger Kompromiss" beendet eine lange EWG-Krise. Frankreich hatte sich geweigert, Mehrheitsabstimmungen als Ausdruck supranationaler Kompetenz des Rats zu akzeptieren und statt dessen auf Einstimmigkeit bestanden. Der Luxemburger Kompromiss ließ fortan beide unvereinbaren Prinzipien nebeneinander bestehen; von der Möglichkeit zu Mehrheitsentscheidungen machte man fortan jedoch praktische keinen Gebrauch.
1968-70
Vollendung der Zollunion: Alle Zölle im gewerblichen und Agrarbereich fallen weg.
1971
Beschluss des Ministerrats zur Errichtung einer Wirtschafts- und Währungsunion
1972
Beitrittsverträge mit GB, IR und DK; Norwegen lehnt nach Volksabstimmung ab. Mit dem "Europäischen Fonds für Regionalentwicklung" beschließen die Staats- und Regierungschefs eine gezielte Förderung der strukturschwachen Regionen der Gemeinschaft (Griechenland, Süditalien, Irland, später folgen Spanien, Portugal und die neuen Bundesländer in Deutschland
1975
Lomé-Vertag zwischen der EG und 46 Entwicklungsländern Afrikas, der Karibik und des Pazifik (AKP-Staaten): Hilfe zur wirtschaftlichen Entwicklung, bessere Absatzchancen im EG-Markt
1979
Europäisches Währungssystem EWS
Erste Direktwahl des Europa-Parlaments in Straßburg
1981
Beitritt Griechenlands zur EG (1. Süderweiterung)
1984
2. Direktwahl des Europa-Parlaments
1986
"Einheitliche Europäische Akte": Beschluss, den Binnenmarkt mit den 4 Grundfreiheiten bis 1992 zu verwirklichen, die Wirtschafts- und Währungspolitik weiter anzunähern, den grenzüberschreitenden Umweltschutz auszubauen.
1986
Beitritt Spaniens und Portugals (2. Süderweiterung)
1989
3. Direktwahl des Europa-Parlaments
1992
Die zwölf Staaten unterzeichnen in der niederländischen Stadt Maastricht den "Vertrag über die Europäische Union (Maastrichter Vertrag). Sie erweitern die Bereiche der Politik, in denen sie nun zusammenarbeiten. Hinzu kamen jetzt Bildung, Kultur, Gesundheitswesen, Verbraucherschutz, Industrie, Entwicklungshilfe, Außen- und Sicherheitspolitik, Justiz, Inneres. Außerdem: Einigung über Wirtschafts- und Währungsunion.
1993
Der Binnenmarkt ist seit dem 1. Januar 1993 verwirklicht. Am ersten November tritt der Maastrichter Vertrag in Kraft. Damit ist die EU gegründet.
1994
4. Direktwahl des Europa-Parlaments
1995
Das Abkommen von Schengen tritt in Kraft: Die meisten EU-Länder schaffen die Personenkontrollen ab. Erweiterung der EU um Österreich, Finnland und Schweden. Norwegen lehnt nach Volksabstimmung ab.
1996
Stabilitätspakt zur Sicherung einer stabilen EURO-Währung
1998
Festlegung der Staaten, die zur Wirtschafts- und Währungsunion beitreten dürfen, Einrichtung der Europäischen Zentralbank in Frankfurt.
1999
1. Januar 1999: EURO als einheitliche EU-Währung

 

 
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